FDP startet Kampagne für „Ja“ beim Bürgerentscheid am 18. März

I. Stadtentwicklung und Innenstadtbelebung4. Februar 2018

FDP startet Kampagne für „Ja“ beim Bürgerentscheid am 18. März –
eigenes Konzept mit Tiefgarage für den Neumarkt

Die FDP-Fraktion in der Limburger Stadtverordnetenversammlung hat ihre Kampagne für ein „Ja“ beim Bürgerentscheid am 18. März gestartet und ihren Vorschlag für eine Neugestaltung des Neumarkts öffentlich vorgestellt.

Beschluss zur Parkfreiheit auf dem Neumarkt aufheben

„Wichtigstes Ziel ist zunächst, durch einen Bürgerentscheid den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur Parkfreiheit auf dem Neumarkt aufzuheben“, sagte die Vorsitzende der FDP-Fraktion, Marion Schardt-Sauer. Der Neumarkt sei das Zentrum des innerstädtischen Lebens in der lebendigen Handelsstadt Limburg. „Die Menschen aus dem ländlichen Umland kommen ganz überwiegend mit dem Auto und werden nur dann weiterhin die Angebote des Einzelhandels, der Gastronomie oder auch der Arztpraxen in der Innenstadt nutzen, wenn sie auch zentral parken können. Wenn es dort keine Parkmöglichkeiten mehr geben würde, hätte das erhebliche negative Auswirkungen für das Leben und den Handel in der Innenstadt“, so Schardt-Sauer.

Option Tiefgarage, städtebaulich bedeutsame Sichtachse

Sobald durch den Bürgerentscheid der völlig konzeptlose Beschluss zur Parkfreiheit aufgehoben werde, könne endlich über eine Neugestaltung des Neumarkt mit Parkmöglichkeiten vor Ort entschieden werden, erklärte die FDP-Kommunalpolitikerin.  Die FDP sieht in einer Tiefgarage und einer Neugestaltung des Neumarkts, die Platz für eine vielfältige Nutzung lässt, die optimale Lösung. Die Option Tiefgarage biete die Möglichkeit, endlich in Limburg moderne, breite, helle, sichere und barrierefreie Parkplätze im Zentrum der Stadt anbieten zu können.

Wie das konkret aussehen könnte, verdeutlichte der Limburger Architekt Hans Schmitt mit Skizzen und vergleichbaren Tiefgaragen aus anderen Städten. Schmidt zeigte auch auf, wie die Platzoberfläche attraktiv gestaltet werden kann – für die tägliche Nutzung, für den Wochenmarkt sowie für besondere Ereignisse und Events. Das Food Truck-Festival oder auch die Summer-Games hätten gezeigt, dass mit guten Angeboten Publikum angezogen werde und sich Kaufkraft generieren lasse, ergänzte Schardt-Sauer. Das FDP-Konzept betont durch optische Gestaltungselemente in besonderer Weise die Triologie der Plätze und garantiert weiterhin einen freien Blick vom Bahnhofsvorplatz über den Neumarkt bis zum Kornmarkt. „Diese städtebaulich bedeutsame Sichtachse darf man von ihrer Wirkung her nicht unterschätzen“, so Schmitt, der sich dagegen aussprach, diese zu verbauen.

Veranstaltungsteilnehmer und FDP-Vertreter einig: Parkplätze auf oder unter dem Neumarkt werden benötigt.

In der Diskussion waren sich die FDP-Vertreter und die Teilnehmer an der Veranstaltung einig, dass es auf oder unter dem Neumarkt auf jeden Fall Parkplätze geben müsse, um die Innenstadt lebendig zu halten. Deshalb müsse mit einem „Ja“ der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur konzeptlosen Parkfreiheit „gekippt werden“.  Auch die konkrete FDP-Variante einer Tiefgarage fand viel Zuspruch, wobei es dazu und zur Gestaltung des Platzes und einer Tiefgarage noch weitere Ideen, Anregungen und Fragen  gab.

Gemeinsam für den Bürgerentscheid werben, hohe Wahlbeteiligung erreichen.

Marion Schardt-Sauer betonte abschließend, dass die FDP-Fraktion respektvoll mit allen vorliegenden Konzepten umgehe und der FDP-Vorschlag offen sei für weitere Ideen.  Sie betonte abschließend noch einmal, dass als erster Schritt es darum gehe, gemeinsam dafür zu werben, am Bürgerentscheid teilzunehmen und mit Ja zu stimmen. Es gebe für Bürgerentscheide in Hessen ein hohes Quorum. Eine Mehrheit für die Aufhebung des Beschlusses zur Parkfreiheit allein genüge nicht, es gelte auch die notwendige hohe Wahlbeteiligung am 18 März zu erreichen. (HGH)

Präsentation Gestaltung Neumarkt/Tiefgarage